Ein zielorientierter Weg Deine Webseite aufzubauen

Hier ein aus meiner Sicht besserer Weg eine Webseite zu konzipieren und aufzubauen. Ziel davon ist Zeit und unnötig Arbeit zu sparen. Und schneller mit der Seite im Netz zu sein.

von: Michael Wichert | 21. Okt 2014

Hier steht das Ziel der Webseite im Vordergrund. Und daran orientiert sich, mit welchen Schritten Du an die Konzeption der Webseite herangehst. Auch was auf der Seite erscheinen soll.

Was ist der Zweck hinter diesem Ansatz?

Zeit sparen. Gleichzeitig erfolgreicher zu sein, weil man sich auf das Wesentliche konzentriert.

Wie sieht das nun konkret aus?

Schritt 1: Ziel definieren

Was will ich mit der Seite überhaupt erreichen? Im Optimum konzentriere ich mich wirklich auf EIN EINZIGES Ziel.

Mehr zum Vorteil davon gleich noch.

Was für ein Ziel kann das sein? Das kann eine Anfrage sein, oder eine Bestellung . . . oder auch eine Terminbuchung.

Also eine Aktion vom Besucher, die für's Geschäft förderlich ist.

Schritt 2: Was muss minimal vorhanden sein?

Hier der entscheidende Punkt: Statt eine aufgeblähte Webseite zu erstellen, beginnst Du mit den Basics.

Was vorhanden sein muss leitet sich auch vom Ziel aus Schritt 1 ab.

Im Normalfall muss irgendeine Form von Button oder Link vorhanden sein, zum Auslösen einer Anfrage oder Bestellung.

Im Normalfall reicht das noch nicht . . . wir brauchen noch Infos über den Besucher . . . Wer ist er? Welchen Wunsch hat er?

Dein Besucher muss seine Infos hinterlassen können - teilweise reicht ein Feld für die E-Mail-Adresse . . . in anderen Fällen die komplette Anschrift. Im super-einfachsten Fall reicht sogar ein Link der eine eMail auslösen könnte.

Sooooo, war es das?

Wahrscheinlich weiß der Besucher noch nicht, warum er auf den Button klicken soll. Wir müssen ihm also noch zeigen, was er davon hat:

In Kurzform etwas wie: "Das ist unser Angebot . . . so verbessert sich Dein Leben dadurch . . . Klicke hier auf den Button".

Wenn Du die Vorteile des Produktes / Services beschreibst, dann fange mit den heißesten Vorteilen an. Heiß = dem Kunden superwichtig und im Idealfall bietet das niemand sonst in der Form an.

Wozu sich mit Nebensächlichkeiten aufhalten, die jeder anbietet oder dem Besucher nur ein müdes Gähnen entlocken?

Dazu ein Beispiel von Apple . . .

Hier siehst Du die Info zum Apple Notebook.

Der "heißeste" Vorteil steht hier im Mittelpunkt, nämlich . . . 12 Stunden Laufzeit, dünn & leicht.

Damit startet die Produktbeschreibung.

Damit der Besucher sofort erkennt, was er tolles auf der Webseite findet, wäre noch eine Überschrift sehr, sehr, sehr empfehlenswert.

Wußtest Du, dass viele Menschen nur 8 Sekunden auf einer Webseite verweilen. Dann sind sie weg.

Die Überschrift zeigt ihm: Hier bist du richtig. Das hast Du davon hier noch etwas zu stöbern und dann irgendwann zu bestellen / Kontakt aufzunehmen . . . .

Schritt 3: Eventuell noch Bilder und Kundenstimmen

Bis jetzt weiß der Besucher: Das bekomme ich, das sind meine Vorteile, und das ist der nächste Schritt (Formular mit Button).

Jetzt KANN es je nach Produkt / Service noch sinnvoll sein passende (. . . ja passende) Bilder vom Produkt zu zeigen.

Wenn es bereits zufriedene Kunden gibt, die das hier verkünden, kann das auch nicht schaden.

Schritt 4: Jetzt erst das Design festlegen

Die Form folgt der Funktion. Jetzt kannst Du festlegen, wie einzelne Elemente der Webseite aussehen:

  • Schriftart, Größe der Schrift . . .
  • Gestaltung der Buttons, Links
  • Einbindung von Fotos oder Grafiken . . . die auch Sinn machen!!!!
  • Eventuell ein paar Zierelemente
  • Abstimmung der Farben . . . das Optimum sind 3 Farben

Das Design soll unterstützen, aber nicht ablenken. Elemente hervorheben, die wichtig sind. So beispielsweise den Button zur Anfrage oder Bestellung.

Fotos in Topqualität (gute Belichtung, nicht verschwommen) zeigen das Produkt und machen Lust darauf.

Passende Zwischenüberschriften und Hervorhebungen lockern den Text auf.

Schritt 5: Webseite aktivieren

Das war es auch schon. Das sind die wesentlichsten Elemente, die wirklich wichtig sind.

Es bringt nichts noch viel Zeit damit zu verschwenden . . . "Ach das könnte ja noch drauf, und das könnte man noch schreiben, und, und, und".

Erstaunlicherweise haben viele Webseiten alles möglichen Inhalte . . . nur nicht die oben aufgezählten Elemente.

Jetzt heißt es live zu gehen und Feedback zu sammeln. Die Seite muss zum Start nicht perfekt sein.

Jetzt kommt es Dicke - genau an diesem Punkt bleiben viele Webseiten stehen. Da schau ich mir die Seite 2 Jahre später an und es hat sich nichts geändert . . . Bis zum nächsten GROSSEN Relaunch.

Kennst Du das?

Deshalb Schritt 6 befolgen.

Schritt 6: Analyse was sich tut und dann Verbessern

Richtig, jetzt solltest Du schauen:

  • Wie verhalten sich die Leute auf der Webseite?
  • Welche Anzahl Besucher bestellt?
  • Umfragen machen . . . was hat sie überzeugt zu bestellen, was nicht?
  • Über welchen Werbeweg (irgendwie gelangen die Leute auf die Seite) . . . tut sich was auf Deiner Webseite

Diese Erkenntnisse fließen dann in die Verbesserung der Seite ein. Fehlt den Leuten noch die Info X? Kann man einen Vorteil doch noch anders beschreiben?

Was sind die Vorteile dieser Methode?

  • Die erste Seite ist schneller fertig . . . zumindest die 1. Version
  • Du bekommst schneller "echtes" Feedback . . . nämlich von Besuchern / Kunden
  • Die Seite lässt sich leichter anpassen, weil nicht aufgebläht
  • Mit der Zeit verbessert sich Deine Seite . . . durch Analyse des Besucherverhaltens und dann Anpassungen