Indexwert: hilfreich für effiziente Weboptimierung

Dieser Artikel baut auf den vorhergehenden Beitrag “Ziele in Google Analytics einrichten” auf. Sie lernen zu optimierende Seiten mit Hilfe des Index-Wertes auszuwählen und die Qualität des Traffics ihrer Partnerseiten zu ermitteln.

Was verbirgt sich hinter dem Index-Wert

Sobald sie ein Ziel einrichten, erstellt Google Analytics die Kennzahl Index-Wert. Diese hilft ihnen dabei herauszufinden:

Der Index-Wert errechnet sich aus dem Zielwert (den Sie festlegen, wenn sie ein Ziel einrichten). Angenommen sie weisen ihrer Zielseite einen Wert von 10 zu. Gelangt nun der Besucher über die Seite “beispiel.html” auf ihre Zielseite, so erhält die Seite “beispiel.html” eine Gutschrift von 10.

Besuchten die Nutzer 4 mal die Seite “beispiel.html” und gelangten 2 mal auf die Zielseite . . . dann weist das “Konto” von “beispiel.html” den Wert 20 aus.

Den Index-Wert der Seite “beispiel.html” erhalten sie, indem sie 20 durch die Anzahl der eindeutigen Seitenaufrufe teilen, hier 4. Als Index-Wert erhalten sie 20/4 = 5. In allgemeiner Form: Gesamter Zielwert der Seite geteilt durch Summe eindeutiger Seitenaufrufe.

Indikator dafür, welche Seiten sie optimieren sollten

Der Index-Wert hilft ihnen dabei zu entscheiden, welche Seite sie optimieren sollten.

Nun lohnt es sich noch, den Index-Wert mit der Absprungrate in der Auswertung zu verknüpfen.

Interpretation des Reports

Was sagt uns dieses Ergebnis? Sie erkennen jetzt Seiten mit einem hohen Index-Wert . . . also Seiten mit einem großen Einfluß auf die Zielerreichung. Gleichzeitig sehen sie, ob hier Seiten dabei sind, bei denen die Absprungrate hoch ist (höherer Absprungrate als Durchschnitt repräsentiert durch roten Balken), also Besucher nur diese Seite sehen und dann ihre Webseite verlassen.

Es kann sich nun lohnen jene Seiten zu optimieren, die einen hohen Index-Wert, aber gleichzeitig eine überdurchschnittliche Absprungrate aufweisen.

Alternative: Berechnung $Index-Potential

Als Alternative berechnen Sie das Index-Potential einer Webseiten. Exportieren Sie hierzu für jede Seite folgende Werte aus Analytics in eine Tabellenkalkulation: Absprungrate, Eindeutige Seitenaufrufe und Index-Wert.

Das $Index-Potential einer Seite brechnet sich dann als: Absprungrate x Eindeutige Seitenaufrufe x Index-Wert.

Das Ergebnis trifft keine Aussage über tatsächliches Umsatzpotential, sondern dient zum Vergleich der Seiten. Es kann sich jetzt lohnen Seiten mit einem hohen $Index-Potential zu optimieren.

Lohnen sich ihre Online-Kooperationen?

Nach dem gleichen Verfahren überprüfen Sie, ob sich Links auf Partner-Webseiten für Sie lohnen. Beziehungsweise sie können abschätzen, auf welchen Seiten Sie ihre Anstrengungen verstärken, und auf welchen reduzieren sollten.

Analytics listet alle verweisenden Webseiten auf und zeigt in der rechten Spalte den Index-Wert

Sie können nun entscheiden, ob sich Anstrengungen und Investitionen auf gewissen Partnerseiten lohnen oder nicht. So gewinnen sie Einblicke, wo sie in Zukunft ihren Fokus setzen sollten.

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